Arbeitseinsatz des Ortsvereins im Bereich der Zufahrt zum EDEKA-Markt

Arbeitseinsatz des Ortsvereins im Bereich der Zufahrt zum EDEKA-Markt

Wir konnten es nicht mehr mit ansehen:

Das Team „Grün“ des Ortsvereins Hundsmühlen hat in einem mehrstündigen Arbeitseinsatz die durch den letzten Sturm herabgefallenen Äste aus dem Eingangsbereich zum EDEKA-Markt/LzO nach Rücksprache mit dem Eigentümer entfernt.

Der Ortsverein – und hier vorrangig in der Person von Hugo Knothe – kümmert sich seit Jahren um die Verschönerung dieses Bereichs, pflegt die Anlage und pflanzt dort regelmäßgig jahreszeitlich abgestimmte Blumen. U. a. dafür werden die bei der Anlieferung des Schnittgutes zum Osterfeuer von den Bewohnern geleisten Spenden verwendet. Auch werden die Einsichtsbereiche in den Einfahrten – soweit möglich – zurückgeschnitten.

Die Blätter der herabgefallenen Äste verwelkten und verschandelten an der Stelle das Ortsbild nachhaltig. Da sich sonst keiner für die Beseitigung der Äste zuständig fühlte, ist der Ortsverin tätig geworden, und zwar im Interesse der Verschönerung und Pflege des Ortes – unabhängig von der Frage, wer beseitigungspflichtig war.

Wir konnten und wollten den schlechten Gesamteindruck nicht länger akzeptieren und haben gehandelt.

Das Foto zeigt ein paar emsige Helfer.

Sturm „Xavier“ hinterließ auch in Hundsmühlen tiefe Spuren – Baum- und Pflanzenschäden am Hundsmühler Ehrenmal am Vogelbusch

Sturm „Xavier“ hinterließ auch in Hundsmühlen tiefe Spuren –
Baum- und Pflanzenschäden am Hundsmühler Ehrenmal am Vogelbusch

Auch Hundsmühlen blieb von der Gewalt des Sturms „Xavier“ nicht verschont. Entwurzelte riesige Eichen lagen wie Streichhölzer am Boden, große Äste und Baumkronen wurde von Baumstämmen abgedreht. Straßen und Wege mußten gesperrt werden. Die Aufräumarbeiten sind noch nicht beendet.

Schmerzlich ist für die Bürger und für den Ortsverein Hundsmühlen, dass eine sehr große Buche im Eingangsbereich des Hundsmühler Ehrenmals im Vogelbusch abknickte, so dass nur noch ein Stammrumpf stehen blieb. Die Baukrone fiel in die Rhododendrenbepflanzung. Die Höhe des Schadens ist erst dann feststellbar, wenn aufgeräumt ist.

Der Ortsverein ist Träger des Ehrenmals und hat eine entsprechende Nutzungsgenehmigung seitens der privaten Eigentümers. Die Pflegearbeiten und Anpflanzunngen werden personell und finanziell vom ihm getragen. Er ist mit dem Eigentümer bemüht, die Schäden baldmöglichst zu beheben und erforderliche Neuanpflanzungen vorzunehmen.

Abgesehen davon, dass das Ehrenmal für Spaziergänger ein beschaulicher Ort zum Verweilen und Ausruhen ist, finden dort seit der Erstellung im Jahr 1953 die Gedenkfeiern zum Volkstrauertag statt. Auch diese Veranstaltungen werden vom Ortsverein organisiert. Dieser legt großen Wert darauf, immer wieder darauf hinzuweisen, dass die Inhalte der Trauerfeiern zum Volkstrauertag sich aus seiner Sicht im Laufe der Jahrzehnte wesentlich verändert haben.

Gedacht werden soll natürlich der Soldaten und der zivilen Bürger, die anlässlich von Kriegshandlungen und deren Folgen in beiden Weltkriegen sowohl an der Front als auch zu Hause durch Bomenangriffe und Kampfhandlungen getötet worden sind. Unbegreiflich aber Realität ist, dass in den kriegslosen Jahrzehnten nach dem letzten Weltkrieg Gewalt und Terror weiterhin – und dass zunehmend – Bestandteile unseres täglichen Lebens sind. Wir hören jeden Tag neue Horrormeldungen, mit denen uns Greueltaten mit einer Vielzahl von Toten vermittelt werden.

Wir sehen aber auch die Bilder über Beileidsbekundungen und mittrauernder Bürger, die ihre Gefühle durch das Ablegen von Blumen und das Aufstellen von Kerzen ausdrücken. Diese Gesten der Trauer sind regelmäßig anlassbezogen und sollen den zivilen inneren Widerstand gegen Terror und Gewalt ausdrücken. Genau diese Aufgabe hat auch das Ehrenmal, allerdings nicht für einzelne Anlässe, sondern ganzjährig durchgehend. Hier ist von der Ortsgemeinschaft Hundsmühlen ein Ort geschaffen worden, der die Bürger zum Nachdenken über Gewalt und Terror anregen soll.

Der Ortsverein wird auch in Zukunft im Zusammenwirken mit den Eigentümern das Ehrenmal pflegen und erhalten, damit die Gedenkstätte das bleibt, was es bisher war – ein Ort der Besinnung und des Innehaltens.

Winfried Koslowski