Hunoldstraße – ein Ausflug in die Vergangenheit

Hundsmühlen mit starkem Bezug zur Gegenwart

In der letzten Ausgabe der Sportszeitung beschäftigten wir uns mit der Namensgebung Hundsmühlens und stellten dar, dass die erste urkundliche Erwähnung Hundsmühlens bereits 1310 erfolgte. Zu der Zeit wurde in Hundsmühlen eine Wassermühle zur Versorgung des herrschaftlichen Hofes in Oldenburg betrieben. Aus „hunoldes molen“ entwickelte sich der Name Hundsmühlen. Da die Mühle im Jahr 1310 bereits bestand, kann davon ausgegangen werden, dass der Ort als Mühlenstandort bereits wesentlich vorher betrieben worden ist.

Die Mühle stand an dem Übergang zur Lethe in Richtung Tungeln, ungefähr im Bereich der vorhan- denen Brücke über die Lethe. Der Ortsverein hat anläßlich des 700jährigen Bestehens Hundsmühlen am 11.2.2010 dort ein Denkmal, bewusst bestehend aus Findlingen, errichtet. Diese stellen symbolisch das Fundament der Mühle dar.

Die Mühle am Letheübergang mit der Verbindung zu Oldenburg hatte eine besondere wirtschaftliche und strategische Bedeutung, weil Oldenburg nur über diesen zwischen den Hochmooren gelegenen unbefestigten Sandrücken – auch in nassen Zeiten – trockenen Fusses erreicht werden konnte.

Erst nach dem Ratsbeschluss des Gemeinderates in Wardenburg vom 20.7.1910 beantragte die Gemeinde zwei Tage später beim großherzöglichen Amt in Oldenburg, „ auf dem Hundsmühler Wege von der Staats- chaussee in Tungeln (Verbindung zwischen Warden- burg über Tungeln nach Oldenburg, heute die Landesstraße) bis zum Hunte-Ems-Kanal (diese war Vorgänger des heutigen Küstenkanals, im Bereich des heutigen Gesellschaftshauses Wöbken) eine Klinkerchaussee zu bauen. Das Pflaster sollte aus Bockhorner Pflaster der II. Sorte hergestellt werden und eine Breitevon 3,50 m haben. Die ersten Planungen legten Baukosten in Höhe von 42.000 Mark zugrunde. 30 % der Baukosten sollten von den Grundstückseigentümern

Idylle Hunoldstraße nach dem 2. Weltkrieg
Idylle Hunoldstraße nach dem 2. Weltkrieg

getragen werden, weil durch den Bau der Straße eine Wertsteigerung eintrat. Der Anteil wurde durch die Festlegung eines „Verteilungsfusses“ durch das großherzögliche Amt festgelegt, am 4. und 11. 7. 1911 vom Rat der Gemeinde beschlossen und am 11.9.1911 vom Oldenburgischen Innenministerium genehmigt. Nebenbei: zwei Tungelner Eigentümer widersetzten sich der Festlegung und wurden durch den Enteignungsbeschluss dieses Ministeriums vom 30.9.1912 enteignet. Es hat sich nichts verändert: bereits vor mehr als 100 Jahren wurden die Bürger beim Straßenausbau zur Kasse „gebeten.“

Entlang der Hauptstraße siedelten sich im Laufe der Jahrzehnte Hofstellen, private Eigentümer (meistens aus der Geschäftswelt Oldenburgs) und einzel- ne Geschäfte an und entwickelten den Ort. Die Klinkerstraße erfüllte bis zu Beginn der 50er Jahre ihren Zweck. Mit der weiteren Entwicklung Hunds- mühlens, u. a. bedingt durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen nach dem 2. Weltkrieg stieg die Bevölkerungszahl und somit das Verkehrsaufkommen sehr schnell an. Die Klinkerstraße war den Anforderungen nicht mehr gewachsen.
Bereits lange vor dem Ausbau und ein Vierteljahr nach seiner Gründung beschäftigte sich der Orts- verein Hundsmühlen in der ersten außerordentlichen Generalversammlung am 4.3.1952 mit den Antrag eines Bürgers, einen Fuss- und Radweg an der Klinkerstraße zu errichten.

Aber die Umsetzung ließ auf sich warten. Vier Jahre später bat der Ortsverein Hundsmühlen den Präsidenten des Niedersächsischen Verwaltungsbezirks (später aufgegangen in die inzwischen aufgelöste Bezirksregierung), „die notwendigen Bauarbeiten an der Hauptstraße durch Hundsmühlen im Frühjahr 1956 vorzunehmen, zumal die vorhandenen Eichen bereits im Jahr 1954 gefällt worden seien. Begründung: der Verkehr auf dieser Straße nimmt täglich zu, das Befahren mit großen Omnibussen auf dieser Klinkerstraße sei besonders schwierig. Hundsmühlen war bereits im Jahr 1936 durch die Linie 12 an das Verkehrsnetz der Stadt Oldenburg angeschlossen worden.

Erst 1959 wurde die jetzige Hunoldstraße erstmals ausgebaut, allerdings ohne Rad- und Fussweg, weil die Gemeinde Wardenburg den Kostenanteil von 70.000 DM nicht übernehmen wollte.

Bereits zu dieser Zeit beklagte der Ortsverein Ge- schwindigkeitsprobleme und negative Auswirkungen auf die Bürger. So schrieb er im Jahr 1967 an das Kreisamt, dass das Passieren der – seit 1961 so genannten – Hunoldstraße für Radfahrer und Fußgänger nur mit größeren Gefahren verbunden sei. Es wurde erneut der Bau eines Rad- und Fussweges gefordert. Begrüßt wurde die Maßnahme, „dass der Schulbeginn von 8.00 Uhr auf 8.15 Uhr verlegt wurde, weil um diese Zeit der größte Werkverkehr die Hunoldstraße bereits passiert hat und die Schulkinder beim Überschreiten der Straße nicht mehr so dem rollenden Verkehr ausgesetzt sind“.

Geplante Alternative

In einem unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang damit stand die Überlegung nach einer alternativen Planung zur verkehrlichen Entlastung Hundsmühlens. So beschäftigten sich sowohl die staatlichen als auch kom- munalen Dienststellen und der Ortsverein Hundsmühlen mit der Idee, durch die Tungelner Marsch eine Umgehungsstraße zu bauen. Der damalige Präsident des niedersächsischen Verwaltungsbezirks Oldenburg, Herr Robert Dannemann, informierte am 18.3.1960 die Hundsmühler in der Generalversammlung des Ortsvereins, dass diese Planung von „großer Bedeutung“ sei. Wie bedeutend ergibt sich daraus, daß für die gedachteTrasse eine vorläufige Bausperre (heute: Veränderugns- sperre) verhängt worden ist. Die Planung wurden aller- dings nicht konkretisiert und wahrscheinlich der neuen Trassenführung des Westfalendamms als Umgehungsstraße des Marschweges in Oldenburg geopfert. Statt eine Entlastung über die Alternativstrecke zu erreichen, wurde die Verkehrssituation in Hundsmühlen dadurch noch wesentlich erhöht. Komfortabler konnte man die Innenstadt Oldenburgs nicht erreichen.

Endgültiger Ausbau

Erst 1969 wurde die Hunoldstraße in der heutigen Form, also mit Rad- und Fussweg, ausgebaut. Der Ausbau stieß bei einem großen Teil der Bevölkerung jedoch auf wenig Gegenliebe. Die Hundsmühler bezeichneten ihn als „Missgeburt“, weil durch den Ausbau sich die Probleme nicht entschäften, sondern sich gegenteilig verschärften. Vorschläge zum Rück- bau wurden bereits seinerzeit ignoriert.

Erst als der Ortsverein am 12.12.1989 beim Landkreis und bei der Gemeinde massiv und sehr deutlich beantragte, „geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Kinder und Erwachsenen vor den Gefahren der Hunoldstraße zu schützen“, beauftragte die Gemeinde ein Planungsbüro mit der Erstellung eines Gutachtens. Der Planer stellte deutlich die Ursachen der Probleme dar und zeigte auf, dass die Hunoldstraße insbesondere durch den Ausbau der Oldenburger Ausfallstraßen ihr Wesen als Ortsdurchfahrt verändert hat und bereits zu der Zeit zur „Trasse für Fernverbindungs- und Pendler- ströme“ geworden sei. Der Gutachter machte Vorschläge, die auch heute noch aktuell sind. Eine von der Gemeinde eingerichtete Arbeitsgruppe, in der auch der Ortsverein vertreten war, konnte sich nicht entfalten, weil die Gemeinde sich nie ernsthaft mit dem Thema beschäftigte. Der von dem Planer vorgeschlageneRückbau paßte offensichtlich nicht in die Planungswelt des Landkreises und der Gemeinde. Anregungen des Ortsvereins liefen ins Leere. Die Arbeitsgruppe wurde relativ schnell seitens der Gemeinde wieder aufgelöst. Es hat sich, und da schließt sich der Kreis mit der heutigen Situation, nichts verändert. Bis auf die Hundsmühler sind alle Verkehrsteilnehmer froh, dass der Verkehr möglichst schnell und komfortabel durch Hundsmühlen läuft. Warum soll man das als Außenstehender verändern?

Rabius Kolonialwaren an der Hunoldstraße 1937

Der Ortsverein hat im Rahmen des Planfestellungsverfahrens zum Ausbau der Hunoldstraße ausführlich Stellung bezogen. Die Stellungnahme ist auf dieser Webseite  veröffentlicht.

Ausführliche historische Details über die Entwicklung der Hunoldstraße können interessierte Leser in der Chronik Hundsmühlens nachlesen. Die Chronik kann noch in der Wittemoor-Apotheke erworben werden. Für Rückfragen steht auch der Verfasser zur Verfügung.

Winfried Koslowski

Leiter der Arbeitsgruppe
„Ortsentwicklung im Ortsverein Hundsmühlen“

Ausbau Hunoldstraße

Offener Brief an den Landkreis Oldenburg

Arbeitsgruppe „Ortsentwicklung“ im Ortsverein Hundsmühlen
Frau Christine Bruns
Bussardweg 5
26203 Hundsmühlen

Landkreis Oldenburg
Herrn Landrat Harrings
Delmenhorster Str. 6
27793 Wildeshausen

Hundsmühlen, den 29.09.2018

Ergänzung der am 6.7.2018 gegen den Ausbau de K 124/Hunoldstraße in Hundsmühlen  erhobenen Einwendungen 

Sehr geehrter Herr Landrat,

Die mit Schreiben vom 6.7.2018 zur Fristwahrung erhobenen Bedenken ergänzt der Ortsverein Hundsmühlen hiermit in der beigefügten Anlage. Die Stellungnahme befasst sich mit den Problemen der Planung, wie sie sich dem Ortsverein darstellen. Sie ist entsprechend umfangreich. Einige Punkte hätten sich möglicherweise vorab klären lassen, wenn Sie – wie von uns erbeten – die vorgelegte Planung auch  innerhalb dieses förmlichen Planfeststellungsverfahrens mit uns besprochen hätten. Als -wie wir meinen – engagierter Verein, dessen Aufgabe es ist, sich für  das Wohl der Bürger einzusetzen, sind wir enttäuscht über die Absage und haben sie nicht recht verstanden, zumal Gespräche zwischen Parteien in allen förmlichen Verwaltungs- und Gerichtsverfahen üblich sind, um möglichst viel Übereinstimmungen zu erreichen und strittige Punkte zu reduzieren. Schade.

Gleichwohl sieht der Ortsverein Hundsmühlen zum Wohle der Bürger Handlungsbedarf und ergänzt seine ursprüngliche Stellungnahme germäß der Anlage. Gegenüber der mit der Mail vorab übersandten Fassung ist mit Blick auf die „Dieseldiskussion“, der Sperrung von Straßenzügen mit hohem KfZ-Verkehr sowie der EU-Beschlüsse zu den Umweltbelastungen durch Kraftfahrzeuge auf Seite 4 der Stellungahme eine Ergänzung eingefügt worden.

Mit freundlichen Grüßen

In Vertretung unserer 1. Vorsitzenden, Frau Christine Bruns, zeichnen

Winfried Koslowski
Leiter der Arbeitsgruppe Ortsentwicklung

Klaus Buntzel
Projektleiter Hunoldstraße

im Ortsverein Hundsmühlen

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Ergänzung der am 6.7.2018 gegen den Ausbau de K 124/Hunoldstraße in Hundsmühlen  erhobenen Einwendungen  

Stellungnahme des Ortsvereins Hundsmühlen zur Planung „Ausbau der K 124/Hunoldstraße“ in Hundsmühlen:

1. Grundsätzliches:

1.1 Rechtliche und tatsächliche Bedeutung Bewertung der K 124/Hunoldstraße als Kreisstraße

Die K 124/Hunoldstraße erfüllt nicht die Tatbestandsmerkmale einer Kreisstraße gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe c Nds. Straßengesetz. Dass sie seit langem als solche eingestuft ist, verändert nicht ihren tatsächlichen Rechtscharakter. Sie

  • verbindet nicht überwiegend den Verkehr zwischen benachbarten Landkreisen und kreisfreien Städten,
  • dient nicht der Aufnahme des überörtlichen Verkehrs innerhalb eines Landkreises oder
  • dient nicht den unentbehrlichen Anschluss von Gemeinden oder räumlich getrennten Ortsteilen an überörtliche Verkehrswege und kann wegen der als Ortsdurchfahrt bereits vorhandenen Anbindung auch dafür nicht bestimmt sein.

Die Beschreibung gemäß Nr. 1.1 des Erläuterungsberichts entspricht nur bedingt den tatsächlichen Gegebenheiten. Aus Sicht des Ortsvereins ist eine Grundvoraussetzung der Planung, dass es sich tatsächlich um eine Kreisstraße handelt, niicht erfüllt. Dem Verfahren fehlt somit die Rechtsgrudlage.

Begründung

Hundsmühlen ist der im äußersten Nordwesten der Gemeinde Wardenburg belegene Ortsteil. Er grenzt unmittelbar an die Grenzen des Oberzentrums Oldenburg und ragt wie eine Halbinsel in den Stadtbereich. Die Anbindung Hundsmühlens an das Oberzentrum Stadt Oldenburg erfolgt über die Hunoldstraße und die innerstädtischen Straßen “ Hundsmühler Straße“ in Hundsmühlen und den „Westfalendamm“ und nicht – wie es im Erläuterungsbericht dargestellt ist – , direkt über die B 401.

Eine direkte Anbindung der K 124/Hunoldstraße, und somit des Ortsteils Hundsmühlen, an das Grundzentrum Wardenburg besteht nicht. Diese erfolgt bereits vorher im Ortsteil Tungeln über die L 870, ca. 6 km vom Grundzentrum entfernt.

Entgegen der Darlegungen der Planer bestehen keine unmittelbaren Verbindungen zwischen der K

124/Hunoldstraße und der ca. 8 km entfernten BAB-Anschlussstelle „Wardenburg“, den Landkreisen Ammerland, Cloppenburg, sowie den sonstigen Gemeinden des Landkreises Oldenburg. Deren Verkehre laufen über eigene Hauptverkehrsachsen zum Oberzentrum. Die K124/Hunoldstraße ist nur eine von einem der Hauptzubringer, der L 870, abzweigende Ortsdurchfahrt, mithin ein Blindarm, der nur die Aufgabe hat, eine der drei zum Oberzentrum

Oldenburg führenden Verbindungsachsen zu entlasten. Eine verbindende überregionale Funktion der Straße entsteht dadurch nicht. Wenn ja, dann hat jede x-beliebige Straße eine solche. Bis auf Sackgassen haben alle Straßen einen Anfangs- und Endpunkt, über die irgendwann eine Anbindung an das überregionale Straßennetz erfolgt.

Nur den Verbindungsachsen fällt systemgerecht die Aufgabe zu, die überregionalen Verkehrsströme zum Oberzentrum Oldenburg zu leiten. Wenn diese nicht hinreichend ausgelegt sind, muss an dieser Stelle grundlegend über Lösungen nachgedacht werden. Diese Aufgabe kann die Ortsdurchfahrt Hunoldstraße allein schon – wie richtigerweise im Erläuteriungsbericht dargelegt – wegen des dafür nicht geeigneten Ausbauzustandes, der geringen Straßenlänge, der dichten Bebauung entlang der Straße, sowie der Menge der einmündenden Anliegerstraßen nicht übernehmen. Da hohes Verkehrsaufkommen kein rechtliches Kriterium zur Bestimmung einer Kreisstraße ist, werden Querverbindungen oder Endstücke von Straßen nicht zu solchen, nur weil sie stark befahren sind.

 

1.2 Rechtliche und tatsächliche Bedeutung Bewertung der K 124/Hunoldstraße als Ortsdurchfahrt

Gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 1 Nds. Straßengesetz.sind Gemeindestraßen sollche, die überwiegend dem Verkehr innerhalb einer Gemeinde oder zwischen benachbarten Gemeinden dienen oder zu dienen bestimmt sind.

Der Rechtscharakter der K 124/Hunoldstraße entspricht exakt dieser Definition. Die Gesamtlänge beträgt nur ca. 3 km, die des Ausbaustücks in der Ortsdurchfahrt Hundsmühlens nur ca. 2,7 km. Die Straße führt nur einen Teil des zwischen dem Ortsteil Tungeln und Oldenburg fließenden Verkehrs nach dort ab. Der Verbindungscharakter zu anderen überregionalen Verkehrsachsen fehlt (siehe oben).

Sie dürfte somit entsprechend ihrem Wesen als gemeindliche Ortsdurchfahrt nur den regionalen Verkehr innerhalb der Gemeinde mit der Anbindung an Oldenburg aufnehmen. Stattdessen soll sie die Verkehrsbelastung des weitgehend überregionalen PKW-, Last- und Schwerlastverkehrs verstärkt aufnehmen, obwohl sie –  siehe Erläuterungsbericht – wegen ihres Charakters, wegen der Enge des vorhandenen Verkehrsraums und wegen des bautechnischen Zustandes dazu überhaupt nicht ausgelegt ist. Sie soll – siehe ebenfalls Erläuterungsbericht – durch den Ausbau dafür erst fit gemacht werden.

Statt die Ortsdurchfahrt zu entlasten, wird eine Fehlplanung auf dem Rücken der Hundsmühler Bürger nicht nur verfestigt, sondern sogar noch ausgebaut.

Jetzt besteht die Möglichkeit, die ungebremste Entwicklung von einer Ortsdurchfahrt am Rande der Gemeinde Wardenburg zu einer überregionalen Durchfahrstecke zurückzudrehen und – unter Einbindung der Bürger – 2statt des Ausbaus gerade zur Aufnahme des Schwerlastverkehrs eine Umgestaltung zu planen, die für den Ort bedarfsgerecht ist. Im Folgenden werden dazu einige Anregungen vorgeschlagen.

1.3 Reaktion des Ortsvereins auf die Rechtslage

Mit Blick auf die einvernehmliche Einstufung der Hunoldstraße als Kreisstraße seitens der Planungsträger wird eine Umstufung als Gemeindestraße nicht zu erwarten sein. Ob diese Frage innerhalb dieses Verfahrens behandelt wird und zur Klärung ggflls. Rechtsmittel erhoben werden, bleibt abzuwarten. Ob evtl. der Ortsverein eine gerichtliche Klärung anstrebt, ist u.a. mit Blick auf die Gesamtfinanzierung der Straße einschließlich des Beitragsrechts noch nicht entschieden. 

Da jedoch mit dem Planfeststellungsverfahren eine langfristig wirkende Dauerlösung mit deutlichen negativen Folgen für die Bürger geschaffen wird, äußert sich der Ortsverein Hundsmühlen zur vorgelegten Ausbauplanung auch inhaltlich, weil jetzt dringender Handlungsbedarf besteht, um die Planung in der vorliegenden Form nicht Realität werden zu lassen.

1.4 Bewertung der Zielsetzungen des Landkreises.

Der Ausbau zugunsten der Funktion Кreisstraße hat für den Landkreis erklärtermaßen eindeutigen Vorrang gegenüber dem innerörtlichen Verkehr (siehe im Einzelnen die Ausführungen zu Nr. 2.4  des Erläuterungsberichts). Diese grundsätzliche Entscheidung wird ohne fundierte Grundlagen getroffen. Eine Erfassung der Verkehrssituation und Bewertung in einem objektiven und qualifizierten Verkehrsgutachten getroffen. Vielmehr sind“lokale Erkenntnisse“ Grundlage der Planung. Diese werden allerdings nicht weiter inhaltlich bestimmt. 

Statt seine Planungsziele  auf der Grundlage solcher konkreter und aktueller Planungsdaten zu definieren, beläßt es der Landkreis dabei, in den veröffentlichten Unterlagen die gesetzlich vorgegebenen Anforderungen und Zielsetzungen zu wiederholen, ohne sich allerdings innerhalb des Verfahrens inhaltlich mit der konkreten Verkehrssituation auseinanderzusetzen und darzulegen, wie die Verkehrsströme im Ort laufen und abzuwägen, welches Konzept langfristig sowohl die Interessen des Landkreises, der Gemeinde und der Bevölkerung berücksichtigt und ausgewogen ist. Alternativen, die inzwischen durchaus Standard einer bürgerfreundlichen Verkehrsplanung sind, werden gar nicht aufgezeigt bzw. werden nicht in einen Abwägungsprozess eingebunden oder falsch dargestellt.

Der Ortsverein Hundsmühlen sieht darin einen erheblichen Planungsmangel. Sie dazu im Einzelnen folgende Ausführungen.

2 Einwendungen des Ortsvereins im Einzelnen:

2.1 Berücksichtigung der Erfordernisse einer Ortsdurchfahrt mit erheblichem innerörtlichen Verkehrsanteil

Die K 124 / Hunoldstraße stellt, da wiederholen wir uns gerne, mit seinem extrem hohen Verkehrsaufkommen von inzwischen geschätzt 11.000 Fahrzeuge tägl. eine große  Belastung für den Ort Hundsmühlen dar. Dazu kommt, dass die Diedrich-Dannemann- Straße – auch geschätzt – mit inzwischen mehr als 5.000 Fahrzeugen tägl. (letzte Zählung vor einigen Jahren: 4.500 Fahrzeuge) zu der Zeit die am meisten befahrene und mit erheblichem Schwerlastverkehr belastete Gemeindestraße Wardenburgs war. Tendenz wegen der großen Baugebiete, zusätzlicher verdichteter Bebauung im Ortskern sowie Einzelvorhaben in Südmoslesfehn, Achtermeer und Hundsmühlen steigend.  

Im Ortsteil Hundsmühlen wohnen 3.073 Einwohner (Stand November 2017). Alle Verkehrsbewegungen in Richtung Oldenburg und Wardenburg erfolgen zwingend über die K 124/Hunoldstraße. Mithin hat die Hunoldstraße für den Ort als innerörtliche Straße eine zentrale Funktion. So münden gem Erläuterungsbericht insgesamt 14 Gemeindestraßen allein im Ortsteil Hundsmühlen direkt in die K 124/Hunoldstraße. Dazu kommen noch private Grundstückszufahrten mit angehängter Bebauung, die anstehende Umsetzung der rechtskräftigen Planung einer stark verdichteten Neubebauung im Rahmen des B.-Plans Nr. 28 im Ortsmittelpunkt, die anstehende Umnutzung der großen Fläche der  angrenzenden und aufgegebenen Gärtnerei sowie die nahezu 100%ige Erschließung des dann deutlich vergrößerten Verbrauchermarktes– einschließlich des Zulieferverkehrs – einschl. der wohl notwendigen Verlegung der gemeindlichen Pumpstation sowie des Trafohäuschens. 

Diese über die jetzige Belastung hinausgehenden weitreichenden negativen Veränderungen werden in dem Erläuterungsbericht völlig ignoriert.

Da die Anbindng des Verbrauchermarktes schon bislang ein spezielles Verkehrsproblem darstellt, das sich wohl deutlich verschärfen wird, und die Gemeinde zur Zeit mit dem Betreiber des Marktes über die Modalitäten der Erweiterung verhandelt, sollte diese als für die Bauleitplanung verantwortlicher Planungsträger zusammen mit dem Landkreis ein tragbares Konzept entwickeln, das die starke Konzentration der verschiedenen Verkehre im Ortszentrum Hundsmühlens dauerhaft regelt. Grundlage dafür könnte die vom Ortsverein für den Ortsmittelpunkt vorgeschlagene Planung „Modell Hundsmühlen’“ sein.

Der Ortsverein vermisst, dass die verkehrsmäßigen Verquickungen dieser beiden Funktionen “Kreisstraße“ und „GemeindeStraße/Ortsdurchfahrt“ und deren Auswirkungen auf das Wohl der Bevölkerung, deren Gesundheit und die Verkehrssicherheit konkret geprüft worden ist, bzw. in den Planunterlagen dargestellt wird. Eine solche Prüfung kann nur auf der Grundlage eines detaillierten Verkehrsgutachtens erfolgen, wie es z. B. in einem früheren Planungsstadium im Jahr 1990 erstellt worden ist. Da gleiche oder ähnlich aussagefähige Planunterlagen offensichtlich nicht vorliegen, zumindest wurden sie nicht ausgelegt, sieht der Ortsverein hier einen wesentlichen Verstoß gegen die Planungsgrundsätze und somit einen formalen Mangel, der geheilt werden muss.

Die Ausführungen des Landkreises, „dass sich die eindeutige Unterordnung der einmündenden Straßen ebenfalls positiv auswirken wird“ (wodurch und auf was?), ist wenig verständlich. Es handelt sich hier um plakative Formulierungen, die durch nichts begründet sind.

Der Ortsverein hält es für erforderlich, dass die Planung erst fortzusetzt wird, wenn ein solches Verkehrsgutachten für eine Sanierung (nicht Ausbau) der Ortsdurchfahrt Hundsmühlen erstellt ist. Dieses Gutachten müßte das Verkehrsaufkommens einschl. der Verkehrsstruktur, sowohl für den Durchgangsverkehr, als auch für den innerörtlichen Kreuzungsverkehr erfassen und bewerten.

2.2 Umweltbelastungen durch die K 124/Hunoldstraße

Der Erläuterungsbericht enthält im Abschnitt 5.1 keine konkreten Aussagen zu der Belastung der Bevölkerung durch Lärm, Stäube und Abgase. Die K 124/Hunoldstraße soll so ausgebaut werden, dass dann die Straße den Schwerlastverkehr ohne bauliche Probleme aufnehmen kann. Wie vorher bereits erwähnt, war der Straßenkörper bislang dafür nur bedingt dafür ausgelegt. Da durch den Ausbau eine noch höhere Belastung durch den Schwerlastverkehr möglich und offensichtlich gewollt ist, inzwischen auch die Bundesstraßen mautpflichtig geworden sind, geht der Ortsverein davon aus, dass die Belastung der Bürger sich nach dem Ausbau der Hunoldstraße durch die verschiedenen negativen Umwelteinflüsse deutlich erhöhen wird.

Eine Erfassung der jetzigen und später zu erwartenden Umweltbelastungen ist erkennbar nicht erfolgt. 

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Umweltbelastungen durch Stickoxid- und CO²-Belastungen, der dadurch bestehenden konkreten Gefährdung der Bervölkerung, der deswegen ausgesprochenne Fahrverbote in zentralen Bereichen und der unmittelbaren Nähe der Grundschule und KiTas sowie der Schulwege zu den Abgas- und Staubbelastungen der Hunoldstraße hält der Ortsverein hält eine Umwelt- und Gesundheitgsanalyse im Rahmen dieses Planfeststellungs-verfahrens für unbedingt erforderlich.

Nach den Verfahrensgrundsätzen ist eine solche Analyse andernorts Standard. Der im Abschnitt 5.1 des Erläuterungsberichtes gegebene allgemeine Hinweis auf die Vorschriften des Bundesimmissionsschutzgesetzes mit den entsprechenden Verordnungen ist nicht geeignet, diese Anforderungen zu erfüllen.

Aus der Sicht des Ortsvereins sollte der Schutz der Bevölkerung entsprechend gesetzlichen Vorgaben gesichert werden, um so Schaden an der Gesundheit der Bevölkerung abzuwenden. Der Planungsmangel sollte geheilt werden.

2.3 Berücksichtigung der Interessen der schwerbehinderten und bewegungseingeschränkten Bürger

Die Hunoldstraße teilt den Ort. Nahezu alle infrastrukturellen Einrichtungen liegen im westlichen Teil, mit der Folge, dass ein erheblicher Querungsverkehr der Bewohner zwingend ist. Da auch der demografische Prozess vor Hundsmühlen nicht halt macht, ist es für eine ausgewogene Planung mit entsprechender sachgerechter Abwägung unabdingbar, dass die Belange der jüngeren Familien mit Kleinkindern, der älteren sowie der schwerbehinderten und bewegungs-eingeschränkten Bürger ausdrücklich berücksichtigt werden. In den Planunterlagen fehlt dazu jeglicher Hinweis. Unseres Erachtens ist dies erneut ein grundlegender Planungsfehler. Bereits jetzt ist es den Bürgern wegen des hohen Verkehrsaufkommens und des hohen Borsteins kaum möglich, die K 124/Hunoldstraße in Ruhe zu überqueren. Mit wachsendem Verkehrsaufkommen und insbesondere nach Reduzierung der Fahrbahnbreite auf 6,50 m mit der Folge eines ständigen ruckartigen „Stopp-und-Go-Verkehrs“  wird die Verkehrssituation noch hektischer und unübersichtlicher.

2.4 Maßnahmen, die durch den Ausbau der Verkehrssicherheit dienen sollen

2.4.1 kombinierte Rad- und Fußwege

Die kombinierten Rad- und Gehwege beiderseits der Straße sollen eine Erhöhung der Verkehrssicherheit ermöglichen. Eine Begründung fehlt. Bezüglich der auch bei den Einfahrten und Straßeneinmündungen höhengleichen Führung der Rad- und Fußwege stimmt der Ortsverein den Planern zu.

Tatsächlich gibt es seit Jahrzehnten diese kombinierten beidseitig mit Gegenverkehr nutzbaren Rad- und Fußwege. Eine Erhöhung der Verkehrssicherheit tritt durch die Ausbauplanung – allenfalls durch die Verbreiterung der Nebenanlagen – bedingt ein. Die bislang bei der Nutzung der Nebenanlagen auftretenden Probleme liegen insbesondere im desolaten Ausbauzustand der kombinierten Rad- und Fußwege sowie durch Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit der  Leerung der Mülltonnen. Diese verstellen mehrfach in der Woche regelmäßig die Verkehrsflächen der Nebenanlagen und führen zur Verunsicherung der Radfahrer und Fußgänger. Diese situationsbezogene Unsicherheit insbesondere der älteren Nutzer wird durch die z.Zt. noch hohen Bordsteine verstärkt.

Verbesserungen könnten z.B. dadurch erreicht werden, wen ein Konzept zwischen dem Landkreis, den Grundstückseigentümern und den Abfallentsorgern erstellt wird, daß die Mülltonnen wenn

möglich nur in festgelegten Bereichen, entweder auf den Grundstücken, oder, wenn dies nicht möglich ist, ausschließlich im Bereich des beidseitigen 50cm-Sicherheitsstreifens (auf Gehweghöhe) auf- und zurückgestellt werden. Das ist zwar aufwendiger für die Abfallentsorger, dient aber als einfaches Mittel bereits jetzt der Verkehrssicherheit.

2.4.2 Fahrbahnbreite 7,50 m– Alternative mit Sicherheitsstreifen

Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang die Ausführungen im Erläuterungsbericht zu Nr. 3.2 „beiderseitige Schutzstreifen“. Die dort beschriebene Variante einer Fahrbahnbreite von 7,50 m inkl. beidseitigen, 1,50 m breiten Schutzstreifen für den Radfahrerverkehr, der im Begegnungsfall zweier Fahrzeuge unter Berücksichtigung der Radfahrer überfahren werden darf, erscheint als Planungsvariante prüfenswert. Schutzstreifen sind ab 5.000 Kfz sinnvoll. Da das Verkehrsaufkommen der Hunoldstraße diese Kfz-Zahl dauerhaft deutlich übersteigt, hat diese Variante sicherheitstechnische Vorteile, da dadurch das Geschwindigkeitsniveau herabgesetzt wird“. Diese erkennbaren Vorteile der Verkehrssicherheit (weiter Zitat aus dem Erläuterungsbericht) stehen die Kosten für zusätzlichen Grunderwerb gegenüber. Diese Alternative wird zwar als realisierbar angesprochen, aus wirtschaftlichen Gründen (zusätzliche Grundstücksankäufe wegen der Ausbaubreite auf dann 14,00 m) jedoch den Bürgern als Lösungsansatz gar nicht erst angeboten. Auch Zwischenlösungen mit einer geringeren Ausbaubreite und geringerem Finanzaufwand werden erst gar nicht dargestellt. Es wird nur gesagt, was aus finanziellen Gründen nicht geht.

Insofern gilt auch an dieser Stelle offensichtlich der Grundsatz „minimaler Finanzaufwand vor Verkehrssicherheit“. Varianten, die beide Grundsätze sachgerecht miteinander verbinden, werden erst gar nicht geprüft. Der Hinwies, dass „nach lokalen Erkenntnissen (was immer auch solche sind und wie werden sie gewonnen) eine „radverkehrstypische „Lagegunst“ mit einer „Mindestradverkehrszahl“ vorliegen muss, ist für einen Nichtfachmann kaum verständlich, deutet aber darauf hin, dass konkrete örtliche Verkehrsuntersuchungen und deren Ergebnisse nicht Grundlage der Planung sind. Allgemeine Erkenntnisse reichen allerdings als Planungs- und Entscheidungsgrundlage nicht aus.

Hier wird die Befürchtung des Ortsvereins bestätigt, dass – wie oben bereits dargestellt – die Zielsetzung „Verkehrssicherheit“ als gesetzliche Forderung zwar beschrieben, jedoch nicht inhaltlich ausgefüllt wird. Da auch bei der vorgeschlagenen Planung Aufwendungen für Grunderwerb notwendig sind, erscheint die vorgelegte Planung zusätzlich wenig überzeugend. Die im Erläuterungsbericht dargelegten Maße sind Richtwerte und keine „Ko- oder Ausschlusskriterien“.

2.4.2 Fahrbahnbreite bleibt bei 7,50m – Alternative Planung 

Auch dazu enthält der Erläuterungsbericht keine argumentativen Ausführungen (siehe dazu die Ausführungen gem. Punkt 3.3.1 (Ausbauquerschnitt).

3. Zu den einzelnen Schwerpunktplanungen und den dazugehörenden Ausführungen im Einzelnen:

3..1 Beschreibung der untersuchten Varianten, hier: Shared Space-Prinzip

Die Ausführungen im Erläuterungsbericht entsprechen schlichtweg nicht dem tatsächlichen Sachverhalt. Die Arbeitsgruppe hatte sich über die Grundsätze des „Shared Space“ informiert und die Bevölkerung durch den europaweit anerkannten Fachmann, Herrn Forthuis, darüber informiert. 

In 8 Arbeitskreisen erarbeiteten ca.100 Hundsmühler Bürger Vorschläge, die in das „Konzept Hundsmühlen“ einmündeten und mit den seinerzeitigen Planern, der Gemeinde, dem Landkreis sowie der Landesdienststelle – zeitweise sogar unter Einbindung der Fachhochschule Oldenburg – besprochen worden sind. Das „Modell Hundsmühlen“ entsprach vollinhaltlich ausdrücklich nicht dem Prinzip „Shared Space“, sondern übernahm nur gedankliche Ansätze in einigen Bereichen.  Es war eigenständig und ausschließlich auf die Verkehrs- und Parkverhältnisse in Hundsmühlen ausgerichtet und berücksichtigte ausdrücklich sowohl die Anforderungen an den regionalen Durchgangsverkehr als auch die Interessen der Bürger und der Geschäftswelt.

Das Konzept sollte nach der im Rahmen einer gemeinsamen Besprechung der o.g. Teilnehmer vom Landkreis getroffenen Entscheidung Grundlage einer weiteren Planung sein. Warum dieser von dieser Linie abwich, kann nur vermutet werden. Die Gemeinde verkehrte trotz ursprünglich positiver Beschlusslage ihre Einschätzung und unterstützte dann die Ausgangsplanung des Landkreises.

Die Darlegung, die Einbeziehung der Öffentlichkeit in den Planungsprozess habe zu keinem positiven Ergebnis geführt, ist schlichtweg falsch. Es ist müßig, jetzt die Beweggründe aufzuarbeiten.

Das „Modell Hundsmühlen“ wurde als Ergebnis der Arbeitsgruppentätigkeit in einer öffentlichen Versammlung den Hundsmühlern vorgestellt. Von den teilnehmenden ca. 250 Bürgern stimmten mehr als 80 % für dieses Modell. Die Gegenstimmen wurden im Wesentlichen mit der Ungewissheit über den Umfang der finanziellen Beteiligung der Eigentümer begründet. Teile dieses Modell finden in den folgenden Ausführungen wieder.

3.2 Jetzige Beteiligung der Bürger durch den Ortsverein

Die seinerzeit von den Bürgern gegen die Planung des Landkreises erhobenen Bedenken werden auch weiterhin von der deutlichen Mehrheit der Bürger geteilt. Der Ortsverein Hundsmühlen hat an drei Tagen (02., 04., und 05.07.2018) Veranstaltungen zur Bürgerinformation zum Planfeststellungsentwurf durchgeführt, alle Planunterlagen ausgelegt und mit den Bürgen gesprochen. Das Stimmungsbild zeigte sehr deutlich auf, daß der weitaus überwiegende Teil der Bürger erhebliche Bedenken unterschiedlichster Art gegen die Ausbaupläne des Landkreises und der Gemeinde hat. Die vorstehenden Ausführungen zeigen diese – bewußt ausführlich – auf. Natürlich wurden zu einzelnen Punkten auch gegensätzliche Meinungen geäußert.  

3.3 Verkehrssicherheit

Wie oben bereits zu einzelnen Ausführungen des Erläuterungsberichts dargelegt, wird die Bewertung, die Verkehrssicherheit würde sich nach den vorliegenden Ausbauplänen bei gleichzeitiger Zunahme der Verkehrsdichte erhöhen, bestritten. Es ist nicht konkret erkennbar, wodurch dieses im Einzelnen geschehen soll. Vielmehr widersprechen sich die einzelnen Planungsschwerpunkte, so dass das Gegenteil zu befürchten ist.

3.3.1 Ausbauquerschnitt alternativ

Die geplante Ausbaubreite der Fahrbahn von 6,50m ist zwar nach EAHV und parallelen Regelwerken zulässig, jedoch für den gem. Erläuterungsbericht zunehmenden Schwerlastverkehr ungeeignet:

Sich im Gegenverkehr begegnende Busse, LKWs und landwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer Breite von 3,0 m und mehr plus Rückspiegel müssen mit äußerster Vorsicht aneinander vorbeifahren, möglicherweise den linken Rückspiegel einklappen. Da dies von den Kraftfahrern nicht zu erwarten ist, werden diese auf den Geh- und Radweg ausweichen und somit den Radfahrer- und Fußgängerverkehr gefährden.

Da ein Halteverbot nicht vorgesehen ist, ist ein Vorbeifahren an am Fahrbahnrand haltenden/parkenden Fahrzeugen bei Gegenverkehr nicht möglich. Wenn dies so gewollt ist, um den fließenden Verkehr zu entschleunigen, so ist das u.E. kontraproduktiv: Das ständige erneute Anfahren der Kraftfahrzeuge führt zu erhöhter Lärmbelästigung und erhöhtem Ausstoß von Abgasen. Es ist also hochgradig umweltfeindlich (siehe Nr. 2.2). Der Ortsverein schlägt deshalb, auch nach intensiven Gesprächen mit den betroffenen Bürgern und Geschäftsleuten vor, den vorgesehenen Regelquerschnitt wie folgt zu ändern.

– Der Regelquerschnitt (Bau-km 0+950) sollte wie folgt aufgebaut sein (von Ost nach West):

0.25m Grenzstreifen

2,00m Geh- und Radweg (statt 2,50)

0,50m befestigter Randstreifen auf Gehweghöhe; auch zur Aufnahme von Straßen-

Beleuchtung, Verkehrsschildern und, wie vor dargestellt, abholbereiten Mülltonnen

3,75m Fahrbahn einschl. Rinne (7,50m Gesamtbreite)

Summe: 6,50m halbseitig x 2 = 13,00m gesamt

Andere Bereiche (Bushaltestellen ,Mittelinseln) sind planerisch anzupassen

Die Reduzierung der Geh-und Radwegbreite von 2,50 m auf 2,00 m erscheint unter der oben genannten Aussage hinnehmbar, wenn die Nebenanlagen verkehrssicher ausgebaut werden.

3.3.2 Verkehrsaufkommen – Verkehrsfluß:

Unter dem Aspekt eines erhöhten Verkehrsaufkommens und den damit verbundenen Rückstaus im

Bereich von ampelgeregelten Fußgängerüberwegen, Bushaltestellen, Entladestellen für größere Zulieferfahrzeuge sind – im Erläuterungsbericht und in den Lagepläne nicht erwähnte –  verkehrsregelnde und zur Entschleunigung beitragende Maßnahmen zu planen:

  • Wechselseitige Halteverbotszonen, damit nicht irgendwo ungeordnet am Fahrbandrand parkende Fahrzeuge den Verkehr zusätzlich behindern. Die gewollte Behinderung durch parkende Fahrzeuge wird damit gesteuert. Die Bereiche sind durch Markierungen auf der Fahrbahn zu kennzeichnen. Für die Fahrbahnvariante gem. 3.3.1 wäre alternativ zu überlegen im Bereich der Halteverbotszonen die Fahrbahn künstlich durch Mittelinseln einzuengen.
  • Die im Bereich der KITA (Weidenkörbchen) vorhandene 30km/h-Zone ist zu erweitern. Diese sollte den Bereich der Einfahrt zum Edeka-Markt, das Huntezentrum, den Bereich der Kirche und die Einmündung der Rosenalle mit einschließen. Im gesamten Bereich ist die Fahrbahn mit einem geringen Steigungsgrad anzurampen und um 8cm auf die Höhe der Nebenanlagen zu erhöhen, so daß eine Marktplatzsituation nach dem „Hundsmühler Modell“ entsteht. Eine Kennzeichnung dieser Zone sollte in der Form erfolgen, daß dieser Bereich farblich abgesetzt wird. Die farbliche Kennzeichnung sollte einheitlich sowohl die Fahrbahn, als auch den Geh-und Radwegbereich umfassen. (siehe hierzu Anlage 1 als Darstellung, wie man so etwas in den Niederlanden regelt). Alternativ ist auch eine Pflasterung mit rotem Rechteckpflaster möglich. Dadurch werden insbesondere die Interessen der jungen Familien und bewegungseingeschränkten Mitbürger berücksichtigt.

3.3.3 Knotenpunkt Einmündung Diedrich-Dannemann-Straße

Wie im Erläuterungsbericht und vorstehend vom Ortsverein dargelegt, sind die K124/Hunoldstraße als Kreisstraße und die Diedrich-Dannemann-Straße als Gemeindestraße jeweils mit einem sehr hohen Verkehrsaufkommen frequentiert.

Im Erläuterungsbericht heißt es dazu unter Punkt 4.5 Anschluß der Gemeindestraße DiedrichDannemann-Straße „Eine Vollsignalisierung der Einmündung Diedrich-Dannemann-Straße ist zunächst nicht vorgesehen“. Es fehlt jeglicher Hinweis auf eine möglicherweise vorgesehene Lichtsignalanlage.

Grundlage dieser Aussage ist die nach langen Auseinandersetzungen zwischen dem Landkreis Oldenburg und der Gemeinde Wardenburg im Frühjahr 2015 abgeschlossene Verwaltungsvereinbarung sowie ein Verkehrsgutachten, beauftragt von der Gemeinde Wardenburg, aus den Jahren 2013/2014. In § 5 der Vereinbarung wird der Ausbau deer Kreuzung einschl. Kostenverteilung festgelegt. Das dort als Entscheidungsgrundlage festgelegte 

Verkehrsgutachten wurde – wie richtigerweise im Erläuterungsbericht dargelegt – im Rahmen der Bauleitplanung für die B.-Pläne Nr. 31 und 85 erstellt, um die verkehrs- und lärmmäßigen Auswirkungen der Bauleitplanung festzustellen (Gutachten des Ing-Büros IST vom Juni 2013 mit Ergänzung vom April 2014).

Dieses Gutachten sollte, nach damaliger Aussage des Landkreises, ausdrücklich nicht als Planungsgrundlage für den Ausbau der Kreuzung im Rahmen dieses Verfahrens gelten. Tatsächlich ist es als „gemeindlicher Beitrag“ in die Planung des Landkreises als Planungsträger der Kreisstraße eingeflossen, ohne dass der Landkreis selbst aktuelle Erhebungen zum Verkehrsaufkommen -und zur Verkehrsstruktur und der dadurch auftretenden Belastung der Kreuzung getroffen hätte. 

Sowohl die Verwaltungsvereinbarung, in ihr werden weitere grundlegende Vereinbarung zum technisichen Ausbau dferr Hunoldstraße getroffen, als auch das Verkehrsgutachten, trotz der weitreichenden und grundlegenden Planjungsfestsetzungen nicht zum Bestandteil der förmlichen Planunterlagen gemacht worden. Sie haben auch nicht mit ausgelegen. Den Bürgern somit ein wesentlicher Bestandteil der Planungsunterlagen vorenthalten. Da die Ausbauentscheidung der Kreuzung daran geknüpft ist, sieht der Ortsverein darin einen weiteren erheblichen Verfahrensfehler. 

Zudem erscheint das gemeindliche Verkehrsgutachten wegen gänzlich anderer fachlicher Anforderungen an Gutachten für die Beurteilung von Möglichkeiten der Ausgestaltung dieses sehr belasteten Verkehrsknotenpunktes nicht geeignet. Die Prüfung der Folgen der Bauleitplanung der Gemeinde an einer Gemeindestraße auf die Anbindung dieser Straße an den Verkehrsknotenpunkt kann nicht die Auswirkungen des gesamten Verkehrsaufkommens sowie der Verkehrsstruktur der K124/Hunoldstraße auf diesen Verkehrsknotenpunkt erfassen.

Ausgehend davon, daß in der Ergänzung zum Gutachten des Ing-Büros IST aus April 2014 eine Teilsignalisierung empfohlen wird und diese Ausführung auch in der vorliegenden Planung so vorgesehen ist, erheben wir hiermit dagegen Einspruch.

Es mag dies eine verkehrstechnisch funktionierende Anlage sein, die allerdings, weil viel zu unflexibel, nicht auf die, zu verschiedenen Tageszeiten sehr unregelmäßigen Verkehrsströme, reagieren kann. Diese Teilsignalisierung führt ganz sicher zu Problemen im Verkehrsfluß, zur Bildung von Rückstaus sowohl in der Hunoldstraße als auch in der Diedrich-Dannemann-Straße. Gem. Anlage 3.2 des Gutachtens des Büros IST vom April 2014 wird dort bereits jetzt mit einer „Verlustzeit“ von nahezu 3 Minuten gerechnet. Längere Staus mit noch größeren Belastungen der Anwohner sind zu befürchten.

Als besonders eklatantes Beispiel für eine Fehlplanung in der Gemeinde Wardenburg hat sich die erst neuerlich erstellte Anlage im Ortsteil Tungeln im Kreuzungsbereich L870 – Oberlether Straße erwiesen. Zu Verkehrsspitzenzeiten staut sich der Verkehr aus Richtung Oldenburg bis an die Stadtgrenze von Oldenburg zurück.

Außerdem wird die im Gutachten „IST“ vom April 2013 aufgestellte Hochrechnung der Verkehrszählung als veraltet, nicht mehr den realen Gegebenheiten entsprechend, infrage gestellt. Bereits seinerzeit hatte der Ortsverein die Zeiträume der Erhebung als nicht repräsentativ kritisiert, weil sie viel zu kurz bemessen waren.  

Die sich aufdrängende Alternative des Ausbaus der Kreuzung, den Bau eines Kreisverkehrs wurde vom Landkreis als federführender Planungsträger gar nicht angesprochen, wohl weil die Gemeinde sich im  der Verwaltungsvereinbarung weigerte, Mehr- und Folgekosten zu übernehmen.  

Wir fordern eine planungstechnische Untersuchung der verschiedenen Möglichkeiten für einen Verkehrskreisel. Die Anlieger sind in dieses Verfahren einzubeziehen.

Diese Forderung wird vor dem Hintergrund erhoben, dass in der gesamten Bundesrepublik, vor allem im ländlichen Raum, derartige Anlagen seit Jahren peu a‘ peu zurückgebaut und durch die 

wesentlich flexiblere Vorfahrtsregelung mittels eines Verkehrskreisels ersetzt werden. Der Knotenpunkt Hunoldstraße/ Diedrich-Dannemann-Straße bietet sich für die Anlage eines Verkehrskreisels in hervorragender Form an. Mehrkosten aus Errichtung der Anlage gegenüber 

der vorgesehenen Ampelanlage einschl. Umbau des Einmündungsbereiches sind nicht zu erkennen, zumal für die geplante Lichtsignalanlage eine Linksabbiegespur auf der Hunoldstraße und – damit verbunden – eine Verschwenkung der Fahrbahn erforderlich wird.

Möglicherweise treten Kosten aus Grunderwerb auf. Die Kosten für den Unterhalt verringern sich gegenüber einer Ampelanlage.

Der „Kreisel“ ist in der EAHV unter Hinweis auf die RASt 06 ausdrücklich als Entwurfselement zur

Verkehrsberuhigung empfohlen. Ebenfalls erlauben wir uns hier den Hinweis auf das „Merkblatt für die Anlage von Kreisverkehren“ – Merkblatt der FGSV – , in dem auch unterschiedliche geometrische Formen von Verkehrskreiseln möglich sind.

3.3.4 Leitungen

Es fehlt ein konkreter Hinweis, daß die Verlegung von Glasfaserkabeln für ein „schnelles Internet“ vorgesehen ist. Stichwort: Digitalisierung

3.3.5 Gestaltung der Oberflächen der Nebenanlagen

Der Erläuterungsbericht verzichtet auf Aussagen zur Gestaltung der Oberflächen der Nebenanlagen. Das wird dieserseits bemängelt.

Der Ortsverein fordert eine optisch ansprechende Gestaltung, wie sie überall in den Nachbargemeinden bereits vorhanden ist. Durchgängig graues Betonpflaster, wie in der Ortsdurchfahrt Wardenburg, wird abgelehnt.

Für die Rad- und Gehwege sollte rot durchgefärbtes Betonrechteckpflaster verwendet werden. Rad-und Gehwege sind durch unterschiedliche Verlegearten (Verbund) oder durch zwei Läuferschichten oder auch zweireihig verlegte Granitpflastersteine 6x6cm optisch zu trennen.

3.3.6 Bushaltestellen, Schulwegsicherung, Ampelanlage

Die Planung zur Verlegung der der Bushaltestellen sollte überprüft werden. Problematisch ist aus der Sicht des Ortsvereins insbesondere die Verlegung der Haltestelle vor Haus-Nr. 72 (Ecke zur Rosenalle). Sie sollte auf jeden Fall wieder von dem jetzt geplanten Standort an der ursprünglichen Stelle zurückverlegt werden. Der lt. Planung vorgesehene Standort behindert in verkehrsgefährdender Weise die Ausfahrt aus der Rosenallee, zumal diese durch den Bring- und Holdienst der Schulkindereltern zu bestimmten Tageszeiten stark belastet ist. Durch die Verlegung werden die Sichtverhältnisse sowohl für die Nutzer der Hunoldstraße als der Rosenallee erheblich eingeschränkt, so das bei gleichzeitigem Überholungs- und Einbiegeverkehr Gefahrensituationen entstehen. Entsprechende Situationen auf der Hunoldstraße entstehen bereits jetzt bei parkenden Autos.  

Die Schulwegsicherung hat für den Ortsverein eine hohe Priorität. Aus diesem Grunde sollte der Einzugsbereich der Schule bis zur Hunoldstraße einschl. der Fußgängerampel mit der Folge festgelegt werden, dass – wie vorstehend dargelegt – die „Zone 30“ von der Kindertagesstätte „Weidekörbchen“ bis zur Fußgängerampel ausgeweitet und der gesamte Straßenbereich wie in Pkt 3.3.2 letzter Absatz beschrieben, ausgebaut werden.

Auch könnte eine Verlegung der Ampel aus Richtung Oldenburg vor den Hunteweg sinnvoll sein, weil dort auf beiden Seiten der Rückraum beim Warten vor der Ampel weniger eng ist und die Radfahrer vom Hunteweg kommend in Richtung Tungeln nicht die Straßenseite wechseln müßten. Gegenwärtig läßt die Beschilderug kein Befahren auf der „falschen Seite“ vom Hunteweg vom Hunteweg bis zur Ampel zu.

3.3.7 Durchführung der Baumaßnahme

Gemäß den Ausführungen im Abschnitt 9 der Erläuterungsberichts ist für den Ausbau der Hunoldstraße eine Zeitdauer von 2 Jahren vorgesehen. Es sind mehrere Bauabschnitte geplant. Rechtzeitig vor Baubeginn sollen detaillierte Abstimmungsgespräche mit den Behörden durchgeführt werden.

Es ist richtig und notwendig, dass sich die Behörden absprechen. Mindestens genauso wichtig ist es, zu prüfen, welche Auswirkungen die Maßnahmen auf die Bürger, Geschäftsleute und Gewerbetreibenden haben. Eine Prüfung der bereits jetzt bestehenden Auswirkungen auf die vorgenannnten Personenkreise hat bislang offenbar nicht stattgefunden. Es ist eine reine Behörden- und Schreibtischplanung, die losgelöst von den örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnissen durchgeführt werden soll und den Bürgern, Geschäftsleuten und Gewerbetreibenden übergestülpt wird. Deren Interessen sind jedoch – wie bereits in einem Fall feststellbar – existenziell betroffen, weil eine Bauzeit dieser Länge mit den vorgesehenen Umleitungsmaßnahmen deren Geschäftsgrundlage im täglichen Betrieb nachhaltigst beeinträchtigen.

Ohne eine Absprache mit diesen über Inhalte, Zeitdauer und Intensität der Beeinträchtigungen sollte nicht weiter geplant werden.

4.  Zusammenfassung

Der Ortsverein stimmt den Ausführungen des Landkreises bezüglich der Festlegung der Zielsetzungen des Landesraumordnungsprogramms und des Regionalen Raumordnungsplan (Nr. 2.4), „die Lebensbedingungen der Bevölkerung, insbesondere die Wohnverhältnisse sowie die Verkehrs- und Versorgungseinrichtungen zu verbessern“, uneingeschränkt zu. Allerdings widerspricht die jetzt veröffentlichte Planung diesen Zielsetzungen deutlich. Auch erscheint es mehr als fraglich, ob das „Ziel, ein bestmögliches Gesamtsystem für den Personen- und Güterverkehr zu schaffen, das dazu beiträgt, die Lebensbedingungen in allen Landesteilen zu verbessern“, durch den Ausbau der kleinteiligen Hunoldstraße am äußersten Rand der Gemeinde Wardenburg überhaupt relevant ist. Dazu wird im Einzelnen inhaltlich auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen.

Es handelt sich offensichtlich um eine Gesamtplanung „aus dem Regal“, die zwar argumentativ die örtlichen Verhältnisse in die Planung einbezieht, die spezifischen Erfordernisse der Ortsdurchfahrt Hundsmühlen tatsächlich jedoch nicht oder nur unzureichend berücksichtigt. Sie erscheint nicht zeitgemäß, wie Beispiele von Planungen von Ortsdurchfahrten mit ähnlich hohem Verkehrsaufkommen bundesweit aufzeigen. Allerdings stehen bei diesen Planungen regelmäßig das Wohl und die Gesundheit der Bürger und der Geschäftswelt und gleichberechtigt dazu die Interessen der Verkehrsteilnehmer, die Verkehrssicherheit, der Schutz der Umwelt pp. im Mittelpunkt der Planung. Diese Anforderungen werden in diesem Verfahren jedoch nicht erfüllt. Aus Sicht des Ortsvereins ist eine Überarbeitung der Planung auf der Basis der vorstehenden Ausführungen zwingend notwendig. Zudem ist eine frühe Einbindung der Bürger, der Geschäftsleute und der Gewerbetreibenden notwendig, weil es hier um den Ausbau eines Herzstücks Hundsmühlens geht, der unmittelbare Auswirkungen auf das Leben und die Gesundheit der Bürger und die Geschäftswelt hat.  

Mit freundlichen Grüßen zeichnen in Vertretung der 1. Vorsitzenden, Frau Christine Bruns,

Winfried Koslowski Klaus Buntzel

als Leiter der „Arbeitsgruppe Ortsentwicklung“ als Projektleiter „Hunoldstraße“

Tel. 0441-503742 Tel.: 0441-501177

Kopie zur Information an:

Die Bürgermeisterin der Gemeinde Wardenburg
Die Kreistagsabgeordneten der Gemeinde Wardenburg
– Herr Detlev Sonnenberg
– Herr Armin Köpcke
– Herr Hajo Suhr
– Herr Johannes Hiltner

Planfeststellungsverfahren K 124/Hunoldstraße zum Ausbau der Hunoldstraße

Unterrichtung der Bürger durch den Ortsverein Hundsmühlen ein voller Erfolg

Sehr positiv wurde von den Bürgern aufgenommen, dass der Ortsverein Hundsmühlen die im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens u. a. in der Gemeinde Wardenbureg bis zum 26.6.2018 ausgelegten Pläne danach noch an drei Tagen in Hundsmühlen zur Einsichtnahme bereitstellte.

Der Ortsverein hatte die kaum lesbaren Planunterlagen auf ein lesbares Format hochkopiert und am 9., 11. und 12.7.2018 in z. Z.t. leer stehenden und anmietbaren Geschäftsräumen in Hundsmühlen ausgelegt, so dass interessierte Bürger sich in Ruhe und mit fachlicher Begleitung der Mitglieder der Arbeitsgruppe „Ortsentwicklung“ im Ortsverein, Klaus Buntzel und Winfried Koslowski, über Details des geplanten Ausbaus der Hunoldstraße informieren konnten.

Dass dieses Thema den Hundsmühlern unter den Nägeln brennt, zeigt die sehr hohe Zahl von Besuchern. Dass diese zeitweise Schlange standen und ein wenig Zeit mitbringen mussten, bevor sie die Planunterlagen einsehen und ihre Fragen stellen konnten, verringerte nicht das Interesse. Hier bot sich ihnen die Gelegenheit, auch untereinander zu kommunizieren und ihre jeweiligen Ansichten auszutauschen.

Das Stimmungsbild, wie es von den Vertretern des Ortsvereins wahrgenommen wurde, zeigte sehr deutlich auf, dass die Bürger nahezu einhellig erhebliche Bedenken gegen die Ausbaupläne des Landkreises und der Gemeinde äußerten. Es waren Stimmen zu hören, die dafür plädierten, die Hunoldstraße in den jetzigen Maßen zu belassen, jedoch die Rad- und Gehwege sowie die Straße so zu reparieren, dass eine gefahrlose Nutzung für alle Verkehrsteilnehmer möglich ist. Immer wieder wurde erklärt, dass der derzeitige bauliche Zustand insbesondere der kombinierten Rad- und Fusswege wegen der Stolpergefahren „eine Zumutung“ seien.

Die jetzige Straßenbreite von 7,50 m lasse Überholungsverkehr von PKW zu, sichere somit einen fließenden Verkehr ohne wesentliche Rückstaus und reduziere die Abgaswerte deswegen auf ein – gefühlt – vertretbares Maß.
Auch die Geschäftsleute mit Ladengeschäften entlang der Hunoldstraße äußerten sich in der gleichen Weise. Landwirte und Unternehmen, die mit Fahrzeugen von 3,00m-Breite und mehr die Hunoldstraße benutzen müssen, plädierten ebenfalls für eine Fahrbahnbreite von 7,50m

Schwerpunkte der Kritik am Ausbau waren die lange Bauzeit von 2 Jahren mit Vollsperrung für den überregionalen Verkehr, die dadurch für die Bürger und insbesondere für die Geschäftswelt entstehenden deutlichen Nachteile, die Befürchtung eines nach dem ansprechenden Ausbau weiter steigenden Verkehrsaufkommens – insbesondere wegen des im Erläuterungsbericht besonders angesprochenen Schwerlastverkehrs -, die mit 6,50 m zu geringe Fahrbahnbreite, die sich wegen fehlender Überholmöglichkeiten dadurch bildenden Rückstaus mit der Folge steigender Abgaswerte, der fehlende Kreisverkehr an der Kreuzung Diedrich-Dannemann-Str., die fehlende Berücksichtigung der Veränderungen durch den Bevölkerungszuwachs, fehlende – auch und gerade für bewegungseingeschränkte – sichere Querungshilfen im Zentrum Hundsmühlens, die fehlende Berücksichtigung der zu ändernden Zufahrten zumVerbrauchermarkt nach dessen Ausbau, zu hohe Bordsteine und die Verlegung einzelner Bushaltestellen.

Der Ortsverein ist erfreut, dass sein Angebot an die Bürger eine so hohe Akzeptanz gefunden hat und stark angenommen worden ist. Unterschiedliche Auffassungen der Bürger zu der Tatsache und den technischen Inhalten der Ausbauplanung wurden während der Auslegungszeit erfreulich objektiv diskutiert. Insgesamt wurde die Aktion von den Bürgern ausdrücklich begrüßt. Ein Erfolg für alle und beispielhaft für die öffentlichen Planungsträger, die sich zum Unwillen der Bürger insoweit zu sehr zurückgehalten haben und ihrer Aufklärungsverpflichtung nicht ausreichend nachgekommen sind.

Auch der Ortsverein hat sich – zunächst wie die meisten Einwendungsführer – ausschließlich zur Fristwahrung zum Ausbau geäußert. Nachfolgend die schriftlichen Einwendungen an den Landkreis.

Einwendungen des Ortsvereins gegen den Ausbau der Hunoldstraße

Landkreis Oldenburg
Kreisstraßenverwaltung
Delmenhorster Str. 6

27793 Wildeshausen

Einwendungen gegen den Ausbau der K 124 – Hunoldstraße in Hundsmühlen – auf der Basis der ausgelegten Planunterlagen

Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst erhebt der Ortsverein Hundsmühlen hiermit zur Fristwahrung Einwendung gegen die Inhalte und den Umfang des geplanten Ausbaus der K 124 – Hunoldstraße – in Hundsmühlen. Die mit dem geplanten Ausbau verbundenen Folgen durch Lärmbelästigungen und der Verschmutzung des Umfeldes der Hunoldstraße sind so erheblich, dass unmittelbare Auswirkungen auf die Bürger als ständige Nutzer der Straße, als Anwohner und als Bewohner des Umfeldes der Straße zu befürchten sind.

Entgegen den in den Erläuterungen dargelegten positiven Zielsetzungen ist die Verkehrssicherheit wegen des technisches Ausbaus (steigendes Verkehrsaufkommen ausdrücklich durch Schwerlastverkehr, Probleme der Querung, Höhe der Bordsteine pp.) und wegen fehlender verkehrslenkender Maßnahmen nicht gegeben. Zudem sind wesentliche Aspekte wie z.B. die Berücksichtigung der Interessen von bewegungseingeschränkten Bürgern und Behinderten gar nicht dargelegt und abgewogen. Die bewusste Prioritätensetzung der Durchgangsfunktion Kreisstraße gegenüber der betonten Unterfunktion des örtlichen Verkehrs entspricht nicht den Bedürfnissen der Bevölkerung.

Durch die Summe der geplanten Maßnahmen wird insgesamt das Lebensumfeld, die Lebensqualität und die Gesundheit der Bürger nachhaltig wesentlich verschlechtert.

Wegen des komplexen Sachverhaltes und der Kürze der Einsichts- und Äußerungsfrist ist es uns noch nicht möglich, die negativen Auswirkungen zu konkretisieren. Zudem ist aus Zeitgründen eine Abstimmung mit den Bürgern nicht möglich. Die konkrete Begründung werden wir in Kürze nachreichen.

Mit freundlichen Grüßen

Ortsverein Hundsmühlen
Christine Bruns
1. Vorsitzende

Planung Hunoldstraße – Einwendungen noch möglich

Planfeststellungsverfahren K 124/Hunoldstraße: Der Ortsverein präzisiert die Daten für die Einsichtnahme in die Planunterlagen und die Erhebung von Einwendungen:

Der Ortsverein Hundsmühlenn weist darauf hin, dass die Planunterlagen zum Ausbau der Hunoldstraße nur bis zum 28.6.2018 in der Gemeinde Wardenburg ausliegen. Die Einwendungen können bis zum 10.07.2018 gegenüber der Gemeinde oder dem Landkreis Oldenburg erhoben werden.

Darüber hinaus bietet der Ortsverein den Hundsmühlern an, über den 28.6.2018 hinaus an insgesamt drei Tagen die Planunterlagen in der Bücherei Hundsmühlen (Matthäuskirche) einzusehen, um dann bis zum 10.07.2018 gegenüber der Gemeinde und dem Landkreis Einwendungen erheben zuu können. Die genauen Daten werden in Kürze auf der Webseite des Ortsvereins (Adresse: www.ort-hundsmuehlen.de), in der NWZ und im Schaukasten vor der LzO bekanntgegeben.

Info des Ortsvereins Hundsmühlen an die Bürger zur eingeleiteten Planfeststellungsverfahen K 124 (Hunoldstraße)

Info des Ortsvereins Hundsmühlen an die Bürger zur eingeleiteten Planfeststellungsverfahen K 124 (Hunoldstraße)

Der Ortsverein Hundsmühlen weist insbesondere die Bürger Hundsmühlens darauf hin, dass der Landkreis Oldenburg durch die Veröffentlichung im Amtsblatt des Landkeises Oldenburg das notwendige Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der Hununoldstraße einschlielich der Rad- und Fußwege eingeleitet hat. Die Unterlagen liegen derzeit in der Gemeinde Wardenburg aus und können während der Geschäftszeiten der Gemeinde bis Mitte Juli 2018 dort eingesehen werden.

Durch einen Erläuterungsbericht sowie detaillierte Kartenunterlagen ist im Einzelnen dargestellt, mit welchen technischen Daten der Ausbau der Hunoldstraße durchgeführt werden soll.

Das Planfeststellungsverfahren ist ein förmliches Verfahren. Die betroffenen Bürger haben innerhalb der Auslegungsfrist die – letzte – rechtliche Möglichkeit, ihre Rechte geltend zu machen. Nach Ablauf der Auslegungsfrist besteht diese Möglichkeit nicht mehr.

Der Ortsverein rät dringend, dass die Bürger sich die umfangreichen Unterlagen durchsehen, sich evtl. beraten lassen und prüfen, ob ihre Rechte durch den geplanten Ausbau betroffen sein können. Der Ortsverein prüft derzeit, ob für nicht so mobile Bürger die Unterlagen auch während noch festzulegender Zeiten in Hundsmühlen eingesehen werden können.

Der Landkreis verfolgt mit dem Ausbau der Hunoldstaße ganz deutlich die Zielsetzung, die derzeitige Funktion der Straße, Zubringer der regionalen und überegionalen Verkehre zur Stadt Oldenburg zu sein, zu verfestigen. Er eröffnet mit dem Ausbau somit die Möglichkeit, dass die derzeitige Belastung der Hunoldstraße durch den PKW- und den Schwerelastverkehr zu Lasten aller Hundsmühler bei Bedarf auch noch ausgebaut wird. So heißt es in den Erläuterungen der Planfestellungsunterlagen, dass „die K 124/Hunoldstraße ist auf Grund der tatsächlichen Schwerlastverkehre zu schwach bemessen und der heutigen Verkehrsbeanspruchung, insbesondere dem Schwerlastverkehr, nicht mehr gewachsen.“ Die einmündenden Gemeindestraßen werden dem Verkehrsfluss der Hunoldstraße eindeutig untergeordnet,

Gegenüber dem jetzigen Ausbauzustand treten wesentliche Veränderungen ein. Die Straßenbreite zwischen den Borden reduziert sich zugunsten der beiderseitigen Rad- und Fußwege auf 6,50 Breite. Überholungsverkehr ist bei parkenden PKW nicht mehr möglich. Die Einmündungstrichter an der Diedrich-Dannemann-Straße und an der Achternmeerer Straße werden zurückgebaut. Die Kreuzung an der D.-D.-Str. enthält eine Teilsignalanlage. Obwohl sich sowohl das Verkehrs- als auch das Lärmaufkommen dort und auch entlang der Hunoldstraße wesentlich erhöht hat, wird die Notwendigkeit eines Kreisverkehrs gar nicht angesprochen. Eine Beruhigung des Verkehrs soll durch die Verlangsamung des Verkehrssflusses durch die bei parkenden Fahrzeugen entstehenden Rückstaus erreicht werden.

Auch sollen Bushaltestellen so verlegt werden, dass auch Auswirkungen auf die Grundstückseigentümer entstehen können.

Positiv anzumerken ist, dass die seit langem von den Einwohnern und vom Ortsverein geforderte Fußgängerampel an der Friedrich-Lübbers-Str. sowie der Straßenteiler am Hunteweg/Hundsmühler Straße gebaut werden.

Weiterführende Unterlagen:

Übersichtskarte

Lagepläne

Erläuterungsbericht

Wie geht es weiter mit der Sanierung der Hunoldstraße?

Mit der Sanierung hätte es längst losgehen sollen – aber passiert ist, so von der Bevölkerung wahrgenommen, nichts. Aber gut Ding will Weile haben.

Nach Auskunft der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Oldenburg wurde die Planung während der letzten Monate vorangetrieben. Der aktuelle Sachstand ist, dass nunmehr alle Planunterlagen zusammengefügt sind. Die Voraussetzungen für die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens sind erfüllt. Die Durchführung dieses formalen Rechtsverfahrens ist gesetzlich vorgeschrieben. Darin haben die Bürger die Gelegenheit, ihre Rechte geltend zu machen. Der Landkreis beabsichtigt, Ende Februar/Anfang/März d. J. das Rechtsverfahren zu eröffnen und die Unterlagen öffentlich auszulegen. Dieses ist bislang aber noch nicht geschehen (Stand 10.3.2018).

Die Bewohner können nach Beginn der Auslegung diese innerhalb einer Frist von 4 Wochen u. a. in der Gemeindeverwaltung Wardenburg die Planunterlagen einsehen und Bedenken und Einwendungen geltend machen, wenn sie sich betroffen fühlen. Nach Ablauf der Einwendungsfrist ist das Recht verwirkt, Einwendungen zu erheben. Die Bürger sollten also schon frühzeitig darüber nachdenken, ob und inwieweit ihre Rechte durch die Sanierungsmaßnahmen tangiert sind. Im Zweifel sollten sie sich anwalrlich beraten lassen.

Für die Arbeitsgruppe Ortsentwicklung

Winfried Koslowski

Fortschreibung der Planung einer Kindertagesstätte in Hundsmühlen

Fortschreibung der Planung einer Kindertagesstätte in Hundsmühlen

Die Stellungnahme der Arbeitsgruppe „Ortsentwicklung“ vom 12.1.2018 wurde in der Sitzung des „Ausschusses für Jugend und Soziales“ am 18.01.2018 behandelt, ohne dass allerdings eine detaillierte Diskussion stattfand. In der Sitzung stellte das Planungsbüro den aktuellen Stand der Ausführugsplanung vor. Der Ausführungsplan der Gemeinde und das Schreibern der Arbeitsgruppe sind auf dieser Webseite abgedruckt.

In der Diskussion wurde deutlich, dass ein pädagogisches Konzept der Raumplanung nicht zugrunde liegt. Allerdings sitzen die zukünftige Leiterin des Kindergarten sowie der Betreiber (Ev. Kirchengemeinde Wardenburg) mit am Tisch. Laut zuständigem Planer gibt es noch graue Bereiche, manche Räume sind noch nicht definiert. Das Planungsbüro wies mehrfach darauf hin, dass es sich um eine Mindestplanung handelt, welche die gesetzlichen Vorgaben erfüllt. Das sei konkrete Vorgabe der Verwaltung gewesen. Das gilt sowohl für die geringe Grundstücksgröße als auch die vorgelegte Ausführungsplanung. Bauliche Veränderungen, insbesondere Ausweitungen des Raumbedarfs seien nur im Rahmen des jetzt geplanten Raumumfanges möglich. Zusätzlicher Raumbedarf, der z.B. wegen geänderter Vorgaben oder Zielsetzungen notwendig sei, könne hier nicht realisiert werden.

Während die Verwaltung die Bedenken der Arbeitsgruppe negierte, bestätigten RatsherrInnen die beschriebene Problematik. Allerdings bestünde ein großer Zeitdruck, der keine Änderung der Planung zulasse. Auch ein anderer Standort wurde aus den gleichen Gründen abgelehnt.

Der Ausschuss verwies die Vorlage der Verwaltung und die Stellungnahme an den Verwaltungsausschuss. Dieser sollte am 31.1.2018 wegen der besonderen Eilbedürftigkeit u. a. mit diesem Tagesordnungspunkt tagen.

Dass die Arbeitsgruppe in der Stellungnahme vom 12.1.2018 ihre Mitarbeit angeboten hatte, ging sie einen ungewöhnlichen Weg und erstellte trotz der Enge des Grundstücks für diesen Standort eine eigene Alternativplanung. Diese sollte ausrücklich nicht polarisieren, sondern in den Abwägungs- und Entscheidungsprozess der Verwaltung und des Verwaltungsausschusses mit eingebunden werden. Zudem empfahl die Arbeitsgruppe, beide Entwürfe von einem objektiven Planer des ohnehin beauftragten Planungsbüros einzuholen und sich insoweit „schlauer zu machen“.

Die wesentliche Abweichung gegenüber dem Entwurf der Gemeinde besteht darin, dass statt der eingeschossigen eine zweigeschossige Bauweise vorgesehen ist. Dadurch wurde deutlich mehr Platz auf dem Grundstück geschaffen. So wurde es möglich, den ursprünglich neben dem Fahrradweg direkt an der Diedrich-Dannemann-Straße geplanten Eingangsbereich in die Nebenstraße (z. Zt. noch Baustraße) zu verlegen. Auch können dadurch im unmittelbaren Bereich der KiTa mehr Parkplätze angeboten werden.

Dieser Planentwurf entschärft die von der Arbeitsgruppe erhobenen Bedenken so wesentlich, dass die Planung trotz der Enge des Grundstücks vertretbar erscheint. Als weiterer Vorteil erwies es sich, dass sie bei Anwendung gleicher Grundsätze der Kostenschätzung zu einer Einsparung von 172.000,00 € führen kann.

Da die grundsätzlcihen Planungsansätze gegenüber der Planung der Gemeinde (Raumbedarf usw.) nicht bedingt verändert worden sind und das bisherige Planungsbüro weiter planen könnte, kommt es nur zu unwesentlichen zeitlichen Verzögerungen. Diese sind im Verhältnis zu der noch vor uns liegenden Planungs- und Bauzeit maginal.

Der Tagesordnungspunkt wurde nicht auf die Tagesordnungen der letzten Sitzungen des Verwaltungsausschusses (die Sitzung vom 31.1.2018 fiel aus) gesetzt. Die Arbeitsgruppe hofft, dass die “Entscheider” sich schlau machen und sich dann für seinen Alternativentwurf entscheiden.

Der Ortsverein und die Arbeitsgruppe bedauern, dass dieser Entscheidungsprozess nicht mehr im öffentlich tagenden Fachausschuss stattfindet, sondern in dem nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss. So ist es nicht möglich, dass interessierte Eltern öffentlich ihre Meinung einbringen können. Bedauerlich – Bürgernähe und Beachtung des Bürgerwillens sehen anders aus.

Die Entwurfsplanung, das Begleitschreiben vom 24.01.2018 und die Kostenschätzung sind im Folgenden ebenfalls veröffentlicht.

Konzept, KIGA Hundsmühlen, OV Hundsmühlen[3215]-1

Bedenken, OV-Hundsmühlen, Neubau KIGA[3214]

Für die Arbeitsgruppe „Ortsentwicklung“

im Ortsverein Hundsmühlen

Winfried Koslowski

Neubau der KiTa in Hundsmühlen

Nachfolgend ein paar Infos, zum aktuellen Stand des Neubaus einer KiTa in Hundsmühlen:

Der Verwaltungsausschuss hat den Neubau der Kita beschlossen (Quelle: Ratsinformationssystem der Gemeinde Wardenburg) :
BESCHLUSSVORLAGE_VL-146-2017

So sieht der derzeitige Plan aus (Quelle: Ratsinformationssystem der Gemeinde Wardenburg)
Anlage_1_-_Plan_Kita_Hundsmuehlen_zur_VL-146-2017

Die Stellungnahme des Arbeitskreises Ortsentwicklung unter Leitung von Winfried Koslowski:
Stellungnahmen_AK-Ortsentwicklung_Kita_Hundsmühlen

 

 

 

 

Der Ortsverein räumt den „Bauernweg“ (verlängerter Nordkamp) – auf und eröffnete eine 3. „Baustelle“

Wir erinnern uns: das Sturmtief „HERWART“ hatte Ende Oktober gewaltig zugeschlagen und kräftig an den Baumbeständen gerupft. So stark, dass u. a. die Gemeinden oder auch private Eigentümer nicht nachkamen, die Sturmschäden zeitgerecht zu beheben.

Der Ortsverein versuchte mit eigenem „Manpower“ und Hilfsmitteln, seinen Beitrag bei der Beseitigung die Schäden des gewaltigen Sturm in Hundsmühlen wenigstens teilweise zu beseitigen.

Als 1. Maßnahme entsorgte er den Zufahrtsbereich zum Edeka-Markt von herabgefallenen Ästen und Blattwerk, nachdem der Eigentümer keine Anzeichen machte, die Schäden seinerseits zu beseitigen. Das nach Wochen des Stillstands verwelkte Blatt- und Astwerk bildete gerade im Ortskern einen Schandfleck. Wir konnten den Zustand nicht mehr mit ansehen, weil insbesondere dieser Bereich von ihm und dort – schwerpunktmäßig von Hugo Knothe gehegt und geplegt wird. Deshalb räumten wir das private Grundstück mit Zustimmung des Eigentümers auf.

Auch der Waldbestand rund um das Ehrenmal der Hundsmühler an der Hundsmühler Landstraße wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Es fiel alter Baumbestand, die Grünanlagen im unmittelbaren Bereich des Denkmals wurde zum Teil schwer beschädigt. Nachdem das Stammholz und Astholz von Dritten „entsorgt“ worden ist, verschandelten die liegen gebliebenen Zweige und das Blattwerk das Ehrenmal.

Als 2. Projekt beseitigte der Ortsverin die verbliebenen Schäden, damit rechtzeitig zur Gedenkfeier zum Volkstrauertag das Ehrenmal den Bürgern in einem vorzeigbaren Zustand präsentiert werden konnte. Er entsorgte in einem längeren und personell aufwendigen Arbeitseinsatz die verbliebenen Zweige und Blätter. Als nächster Schritt sollen die zerstörten Pflanzen, die zum Teil schon herausgenommen worden sind, durch Neuanpflanzungen auf Kosten des Ortsvereins ersetzt werden.

Als 3. „Baustelle“ beseitigt der Ortsverein derzeit die Baumschäden im verlängerten Nordkamp (Bauernweg) bis zu den Sporthallen. Die Maßnahme wurde mit der Gemeinde abgesprochen, weil es dieser bis heute aus personellen Gründen nicht möglich war, alle Schäden in der Gemeinde zu beheben. Die Gemeinde erteilte die Zustimmung, weil der Ortsverein selbst feststellte, dass bereits gesägtes Fallholz mehrfach in den Weg gerollt war und eine ständige Gefahr darstellte. Auch wurde er darauf von Einwohnern angesprochen. Nachdem auch Unfallsituationen entstanden waren, handelte der Ortsverein und traf die erwähnte Absprache. Derzeit werden die Gefahrenquellen beseitigt, das Ast- und Blattwerk entsorgt sowie die Seitenstreifen aufgeräumt. Der Ortsverein hofft, noch bis Weihnachten die Maßnahme beenden zu können.

Damit der eine oder andere Bürger nicht auf den Gedanken kommt, dass der Ortsverein sich ein neues Betätigungsfeld sucht und noch Aufträge entgegennimmt – mitnichten: die Maßnahmen werden vom Ortsverein und auf Kosten des Ortsvereins – manchmal mit der Verwertung des Holzes gegengerechnet – umgesetzt und dienen ausschließlich der Verschönerung des Ortes und der Sicherheit der Bürger. Helfer, die sich vom Beginn bis zum Ende einer jeweiligen Maßnahme mit einbringen wollen, sind gerne gesehen.

Es freut sich auf Ihre Mithilfe

Winfried Koslowski
Arbeitsgruppe „Ortsentwicklung und Ökologie“

Warum unterquert die Lethe in Hundsmühlen die Hunte? Kurzüberblick insbesondere für Neubürger

Warum unterquert die Lethe in Hundsmühlen die Hunte?
Kurzüberblick insbesondere für Neubürger

In Hundsmühlen gibt es eine Besonderheit, die ihresgleichen sucht. Zwei Flüsse als natürliche Gewässer unterqueren sich, sie fliessen nicht ineinander und verzweigen sich wieder, nein: sie unterqueren sich und bleiben eigenständige Gewässer.

Aufmerksame Radler oder Spaziergänger haben, wenn sie auf dem Huntedeich in Richtung Tungeln unterwegs waren, sicher bemerkt, dass im Bereich des Endes der Bebauung in Hundsmühlen die Hunte durch einen großen zweiröhrigen Durchlass (Düker) unterquert wird. Diese Art der Unterquerung stellt nahezu ein Novum dar. Sie steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Bau des Küstenkanals und der Errichtung des Stromkraftwerks am Ende des Achterdieks in Richtung Oldenburg.

Es gibt sehr viele äußerst interessante Details, deren Darstellung den Leser an dieser Stelle überfrachten würden. Sie sind zum Teil nachzulesen in der Chronik von Hundsmühlen. Interssiertre Käufer können sie noch jetzt in der Wittemoor-Apotheke in Hundsmühlen einsehen und kaufen.

Zur Fragestrellung:
Die Lethe entspringt in Halen (Gemeinde Emstek), fließt in Richtung Oldenburg und mündet in den Osternburger Kanal. Sie hat eine Gesamtlänge von 36,5 km. Die Lethe dient der Entwässerung der auf der Gesamtlänge im Flussbereich liegenden überwiegend landwirtschaftlichen Flächen und somit dem Binnenhochwasserschutz. Erst letztes Jahr wurde das Überschwemmungsgebiet „Lethe“ im Berich Hundsmühlen durch eine Verordnung neu festgesetzt.

Die Hunte entspringt im Wiehengebirge nördlich von Melle und hat eine Länge von ca. 110 km. Sie führt über Oldenburg und mündet am Huntesperrwerk in die Weser. Auch sie hatte und hat ebenfalls überwiegend die Aufgabe, das Einzugsgebiet vom Binnenhochwasser zu entsorgen.

Aus der beigefügten Vogteikarte aus dem Jahre 1790 ist erkennbar, dass die jeweiligen Wasserläufe im Bereich Tungeln und Hundsmühlen einen ganz anderen Verlauf hatten als derzeit. Damals verlief die Lethe in einem tiefer gelegenen Flussbett ungefähr im Bereich des jetzigen Huntebetts nahe und parallel zu Hundsmühlen in Richtung Oldenburg. Die Hunte floss seinerzeit oberhalb Tungels in Richtung Oldenburg im Bereich des jetzigen Osternburger Kanals, dann durch die Marsch wieder in Richtung Hundsmühlen und von dort in die heute noch bekannte aber stillgelegte „Mühlenhunte“.

Durch den Bau des Küstenkanals (Inbetriebnahme im Jahr 1935) mußte das ursprünglich tiefer liegende Huntebett in Hundsmühlen höhergelegt werden, um den Wasserschutz zu sichern. Dazu wurde dieses ungefähr dem Verlauf des urspünglichen Lethebetts angepasst und ab Tungeln der Höhe des Küstenkanals angeglichen. Der Hochwasserschutz durch die Lethe wurde dadurch sichergestellt, dass (wie oben beschrieben) die Hunte unterdükelt wurde und danach „kanalisiert“ in das ehemals dort fließende Huntebett (danach Osternburger Kanal) eingeleitet wurde.

Der Küstenkanal hat neben der Funktion einer sehr verkehrsreichen Wasserstraße auch die Aufgabe, die Hochwasserspitzen aus den Einzugsgebieten Hunte, Sagter Ems, Leda/Jümme Soeste und Vehne aufzufangen. Das Huntehochwasser wird entsprechend dem Wasserbedarf im Küstenkanals in Hundsmühlen über das Sperrwerk Am Achterdiek, kurz vor dem Stromkraftwerk geregelt. Das Stromkraftwerk wurde im Jahr 1927 in Betrieb genommen. Es staute die Hunte auf das zur Wasserversorgung des Küstenknals notwendige Niveau. Gleichzeitig wurde das durch die Hochlegung der Hunte entstandene Sturzgefälle zur Erzeugung von Strom durch Wasserkraft ausgenutzt.

Winfried Koslowski
Leiter der
„Arbeitsgruppe Ortsentwicklung“

Hundsmühlen soll eine Kinderkrippe erhalten

Nachdem sich der Ausschuss für Jugend und Soziales der Gemeinde Wardenburg am 26.4.2017 erstmalig mit dem Bau einer Kinderkrippe beschäftigt und und einem entsprechenden Beschlussvorschlag der Verwaltung zugestimmt hatte, ging es sehr schnell. Der Rat beauftragte die Gemeindeverwaltung in seiner Sitzung vom 1.6.2017, die Planungen für den Bau einer Kindertagesstätte im Ortsteil Hundsmühlen vorzunehmen.

In der gleichen Sitzung beschloss der Rat, mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde einen Trägervertrag für die gemeindlich zu bauende Kindertagesstätte abzuschließen. Ein weiterer örtlicher Betreiber einer Kinderkrippe, der auch die Kindertagesstätte betreiben wollte, hatte das Nachsehen, weil die Anforderungern der Gemeinde nicht erfüllt werden konnten.

Vorübergehend bis zur Inbetriebnahme der Kindertagesstätte wird in den Räumen der Matthäuskirche eine Krippengruppe mit bis zu 15 Plätzen aufgebaut. Das beim Landesjugendamt durchgeführente Genehmigungsverfahren ergab „grünes Licht“.

Diese Gruppe sollte ursprünglich in dem „Haus der Familie“ untergebracht werden, das in Hundsmühlen geplant war. Das Projekt ist in der angedachten Form erst einmal vom Tisch, weil zwei interessierte Betreiber nach ca. zweijähriger Planung abgesprungen sind.

Die Kindertagesstätte soll an der Diedrich-Dannemann-Str. im Gebiet des Bebauungsplans Nr. 85 (Maisfeld) und dort gegenüber der ersten Einmündung des Wolfsweges im Anschluss an die bereits fortgeschrittene Bebauung errichtet werden (siehe nachstehender Lageplan). Diese Fläche war für Aufgaben des Gemeinbedarfs im B-Plan festgesetzt worden. Bauchschmerzen verursacht dieser Standort wegen des starken Verkehrsaufkommens (die Diedrich-Dannemann-Str. ist die deutlich verkehrsreichste Gemeindestraße), der Intensität des LKW-Verkehrs (bereits jetzt gibt es massive Beschwerden wegen der Lautstärke), der Lage der Zufahrten zwischen der Ampel und der Bushaltestelle sowie der direkten Grundstückszufahrt in den starken Verkehr.

Der Ortsverein begrüßt die Errichtung einer Kindertagesstätte in Hundsmühlen. Sie entspricht der Entwicklung der Bevölkerung gerade in den Jahren ab der Geburt der Kinder. Hundsmühlen ist der Ort innerhalb der Gemeinde Wardenburg, der insbesondere in den jungen Altersgruppen sehr deutliche Anstiege hat. Deswegen wird auch die vorübergehende Einrichtung der Gruppe in den Räumen der Matthäuskirche ausdrücklich begrüßt. Der rapide Anstieg der Zahl der Kinder aller Altersgruppenm erfordert sofortiges Handeln. Misslich ist allerdings, dass die mehrjährige Fixierung der Gemeinde auf die Unterbringung einer Gruppe in dem „Haus der Familie“ zu erheblichen Verzögerungen für den Bau der Kindertagesstättze geführt hat. Der Bedarf der Anpassung der Infrastruktur für Aufgaben des Gemeinbedarfs (Kindertagesstätte, konzeptionelle Abstimmung mit allen Einrichtungen der Kinder – und Jugendpflege, Erweiterung der Schule und Einrichtungen für Senioren) war frühzeitig erkennbar und war vom Ortsverein seit Beginn der Planungen für die Baugebiete immer wieder angemahnt worden. Zusätzlicher Bedarf ist durch die Umstrukturierung der Bebauung in den „alten Wohnbaugebieten“ in Neubaugebieten dem mit verbundenen Zuzug von jungen Familien.

Zwei Entwürfe der zwischenzeitlich seitens der Gemeinde in Auftrag gegebenen Planung wurden am 28.9.2017 in einer gemeinsamen Sitzung dem Ausschuss für „Jugend und Soziales“ und dem „Hoch- und Tiefbauausschuss“ von den Architektenbüros vorgestellt.

Jeder Entwurf hatte Vor-, aber auch Nachteile. Fraktionsübergreifende Bedenken zu den konkreten Inhalten der Planungen und zur Vergabe des Auftrages zugunsten eines der beiden Entwürfe konnten trotz intensiver Diskussion nicht ausgeräumt werden, so dass sich die Mitglieder der beiden Ausschüsse im Ergebnis nicht auf ein einheitliches Votum verständigen konnten. Wesentliche Bedenken wurden u. a. zur den geplanten Zu- und Abfahrten, zu der Parkplatzsituation auf dem Grundstück sowie zu den bereits jetzt beengten Verhältnissen auf dem Grundstück geäußert. Eine Erweiterung der KiTa ist bei einem Bedarf von mehr als 4 Gruppen in ebenerdiger Bebauung nicht möglich.

Der einheitlich gefasste Beschlussvorschlag beschränkte sich darauf, dass die KiTa für die Unterbringung von 4 Gruppen ohne einen Mehrgenerationsraum ausgelegt wird und dass in den Räumen flexibel sowohl Krippen-, Kindergartenregel-, Integrations- als auch Hortgruppen betreut werden sollen. Das Investitionsvolumen für die Kindertagesstätte soll ohne die Kosten und Aufwendungen für die zwischenzeitliche Unterbringung in der Matthäuskirche bei ca. 3,2 Mio € liegen. Da die Gemeindeverwaltung trotz der erhobenenn Bedenken der Ausschussmitglieder einen erheblichen Zeitdruck sieht, wird der Verwaltungsausschuss anstelle der Fachausschüsse die Entscheidung über die Vergabe an eines der beiden Architekturbüros entscheiden.

Die Arbeitsgruppe „Ortsentwicklung“ des Ortsvereins Hundsmühlen wird den Fortgang der Planungen begleiten und die Bürger an dieser Stelle informieren. Der Ortsverein sucht das Gespräch mit der Gemeinde, um sich – insbesondere auch im Interesse für unsere junge Bevölkerung – über das dieser Planung zugrundeliegende Konzept für Angebote der Gemeinde im Bereich der Kinder- und Jugendpflege zu informieren.

Winfried Koslowski
Leiter de Arbeitsgruppe „Ortsentwicklung“

Hier die Links zu den Planungen von MRO und Droste, Droste & Urban, entnommen aus dem Ratsinformationsdienst der Gemeinde Wardenburg:

Anlage_1_-_Planung_MRO_zur_VL-108-2017

Anlage_5_-_Grundriss_EG_VP-200_zur_VL-108-2017

AK Ortsentwicklung:

Berichte der Arbeitsgruppe „Ortsentwicklung“  unter Leitung von W. Koslowski

Entwicklung der Bevölkerung in den einzelnen Ortsteilen der Gemeinde Wardenburg

W. Koslowski legte eine Tabelle zur Bevölkerungsentwicklung der Ortsteile der Gemeinde Wardenburg in den Zeitabständen 2001, 2005, 2011, 2014, geordnet nach 7 Altersgruppen bis zum Ende März 2017 vor.

Tabelle: Bevölkerungsentwicklung bis 2017

Die Tabelle wurde erstellt, um der Arbeitsgruppe und dem Ortsverein gesichertes und aktuelles Zahlenmaterial an die Hand zu geben, das Bewertungen zur Entwicklung Hundsmühlens und Aussagen zum Bedarf von Einrichtungen der Infrastruktur (Schule, Kindergarten, Kindertagestätten- , Krippen und Hort, sowie für Senioren) möglich macht.

Unterschutzstellung der Allee „Achternmeerer Str.“ als „geschützter Landschaftsteil“ gem. § 28 Naturschutzgesetz

W. Koslowski informierte über die Sach- und Rechtslage sowie die Stellungnahmen der Anlieger und des Ortsvereins. Die Stellungnahmen stimmen inhaltlich weitgehend überein und streben an, dass das Unterschutzstellungsverfahren nicht fortgesetzt wird, weil die geplanten Satzungsregelungen nicht umsetzbar sind oder zu massiven und nicht vertretbaren Einschnitten für die Landwirtschaft führen. Der OV hat seinen ursprünglichen Vorschlag, auch die Allee „Am Grevenholt“ unter Naturschutz zu stellen, zurückgenommen, weil diese schon unter Landschaftsschutz steht und eine Erhöhung des Schutzcharakters den Osterfeuerplatz gefährden könnte. Stattdessen schlägt der OV vor, dass die Gemeinde als Eigentümerin der Allee die von ihr durch die geplante Satzung angestrebten Schutzzwecke gemeinsam mit den Anwohnern und landwirtschaftlichen Betrieben erörtern sollte.

Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses vom 26.4.2017

Die Sitzungsvorlagen enthielten einige für Hundsmühlen bedeutsame Tagesordnungspunkte:

– Errichtung einer Kindertagesstätte in Hundsmühlen durch die Gemeinde Wardenburg
Die Gemeinde plant die Errichtung einer kommunalen Kindertagesstätte in Hundsmühlen. Standort: Nähe Bushaltestelle D.-D.-Str./Wolfsweg im Neubaugebiet. Die Einrichtung soll bis zu 4 Gruppen aufnehmen.

⁃ Geplante Errichtung eines „Hauses der Generationen“
Die Gemeinde informierte, dass sie den Plan, den Bau des „Hauses der Generationen“ durch einen Investor aufgegeben hat. Grund hierfür ist, dass zunächst interessierte Investoren abgesprungen sind und ein weiterer nicht gefunden wurde. Die bisher angedachte Unterbringung einer Krippengruppe im Haus der Generationen wird aufgrund des erheblichen Handlungsbedarfes umgewandelt umgesetzt. Die Krippengruppe soll vorübergehend in der Trägerschaft der ev. Kirche in den Räumen der Matthäuskirche untergebracht werden.

geplante Ausbaumaßnahmen Der Gemeinde

Die Gemeinde plant den Ausbau des
⁃ Waldenburger Weges,
⁃ des Taubenweges und
⁃ des Querkanals auf der Südmoslesfehner Seite (D.-D.-Str. bis zur Brücke Postweg).

Künftige Finanzierung der Straßenausbaumaßnahmen

Die Gemeinde plant, die Satzung zur Finanzierung von Straßenausbaumaßnahmen zu ändern. Grund sind Änderungen in der Rechtsprechung zur Veranlagung der Bürger (Veranlagung im Außenbereich, Bildung von Ausbauabschnitten, stärkere Differzierung bei der Ausnutzung der Straßen). Hundsmühler Bürger könnten auch betroffen sein (z.B. bei der Sanierung der Hunoldstr.). Der Satzungsentwurf wird jetzt in den Fachausschüssen behandelt.